1. Herren: Pleite! Schwacher Heimauftritt gegen Wiepenkathen

IMMENBECK. Für das letzte Heimspiel des Kalenderjahres 2018 hat die Immenbecker Mannschaft sich trotz der suboptimalen zurückliegenden Wochen noch einmal viel vorgenommen. Mit dem TSV Wiepenkathen ist der Drittplatzierte zu Gast auf der Brune Naht. Die Mannschaft von Waldemar Meglin und Frank Speer schielt gehörig nach oben und beobachtet die Konkurrenz aus Hedendorf und Cuxhaven mit Argusaugen. Auf Immenbecker Seite muss Kapitän und Abwehrchef Schmidt angeschlagen passen.

Die fröhlich gestimmten Fans genießen die Glühwein-Zeit auf der Brune Naht. Auch aus Wiepenkathen haben sich einige treue Zuschauer auf den Weg gemacht. Die schöne Kulisse darf bereits nach fünf Minuten erstmals jubeln. Nach Abstimmungsproblemen im Wiepenkathener Abwehrriegen ist Till Müsing Nutznießer und überwindet Keeper Bohmann gekonnt zur frühen Führung (25.). Von Wacklern ist dann auf Wiepenkathener Seite lange nichts mehr zu erkennen. Mit zunehmender Spielsicherheit stellen sich auch die Chancen für die Gäste ein. Den Ausgleich wurschtelt Routiniert Gurski nach langer Freistoß-Flanke vom brutal starken Berkholz ein (22.). Kurz darauf leistet Immenbecks Youngster Raschke einen unnötigen Tritt gegen Cakar, die von Schiedsrichter Requardt mit Platzverweis quittiert wird (25.).. Die Immenbecker Mannschaft stellt sich bis dahin gegen die favorisierten Gäste clever an. In der Folge lässt die Bereitschaft und auch das Vermögen auf dem Feld aber rapide nach und wird durch eiskalte WiKa-Spieler bestraft. Nach scharfer Hereingabe von Schlimm hält Wulff den Schlappen hin – 1:2 (29.). Das 1:3 ist dann bereits bezeichnend für den weiteren Spielverlauf. Immenbeck wirft hinten links ein. Über Umwege kommt der Ball zu Gurski, der zehn, fünfzehn Meter unbedrängt durchs Zentrum gehen kann. Der satte Linksschuss schlägt unten rechts ein und lässt TSV-Keeper Bente machtlos zurück (36.). Zuvor rettete der Schlussmann noch stark gegen Cakar (33.). Der gute Auftakt aus Immenbecker Sicht wird binnen Minuten zunichte gemacht und es geht mit verdienten 1:3 in die Halbzeit.

Nach Wiederanpfiff treffen dann die Gegensätze so richtig aufeinander. Die Gäste sind fußballerisch und auch läuferisch klar überlegen. Mit leichtfüßigem Spiel laufen die zehn verbleibenden Eintracht-Kicker nur hinterher und können selbst kaum für Entlastung sorgen. Auch die sonst meist sehr disziplinierte Abwehrkette lässt sich anstecken und kommt mehrfach einen Schritt zu spät. Nach langem Ball auf Cakar ist es Schlussmann Bente, der zu spät kommt und den Flügelmann von den Beinen holt. Den fälligen Strafstoß setzt Nico Bardenhagen schnieke ins rechte obere Toreck (48.). Nach Foul von Schulz am Strafraum-Eck legt Jan-Ole Berkholz sich das Leder zurecht. Der flache Freistoß rutscht durch Freund und Feind hindurch ins lange Eck (51.). Für die Immenbecker Mannschaft gilt es nun nur noch darum, den Schaden möglichst begrenzt zu halten. Nach vorne setzt Lennart Müller mit einer abgerutschten Flanke über den Winkel einen Hauch Torgefahr ab (67.). Maik Lohmann probiert aus aus guter Position mit einem direkten Freistoß und zielt einen guten Meter daneben (78.). Mehr gibt es aus Immenbecker Sicht nicht zu berichten. Die Mannschafts aus Wiepenkathen hat hingegen Geschmack am Gegner gefunden und kommt weiterhin zu guten Möglichkeiten. Bente rettet gegen Gurskis Schuss (55.). Als der Schlussmann dann wenig später schon geschlagen ist, rettet Schöngraf in höchster Not gegen Burak Cakar auf der Torlinie (59.). In den Schlussminuten wiegen die Gäste das Eintracht-Team dann nochmal in Sicherheit, um dann doch noch zwei Mal zuzuschlagen. Der flinke Gurski agiert nun auf rechts und ist über das halbe Feld nicht einzufangen. Den Ball in den Rücken der Abwehr legt Berkholz mit links gekonnt in die Maschen (82.). Den Schlusspunkt zum 1:7 setzt der eingewechselte Spreckels mit einem weiteren Foulelfmeter (88.). Blendermann hatte Gurski vorher vermeintlich zu Fall gebracht. Es ist die einzige, zumindest strittige Torszene. Abpfiff.

Fazit: Gute zehn Minuten, ganz schwache achtzig Minuten. Die Eintracht liefert im letzten Heimspiel einen blutleeren Auftritt ab, ist klar unterlegen und am Ende gegen einen spielfreudigen Gegner chancenlos. Das Endergebnis von 1:7 klingt nicht nur böse, es war auch böse. Glückwünsche an die Gäste vom TSV Wiepenkathen und natürlich viel Erfolg im letzten Spiel 2018 gegen den FC Oste/Oldendorf. Für die Eintracht gilt es nun mit Willenskraft und Engagement eine vernünftige Spielvorbereitung an den Tag zu legen und im wichtigen letzten Auswärtsspiel noch einmal für ein dringend notwendiges Erfolgserlebnis zu sorgen. Am kommenden Sonntag geht es zum direkten Konkurrenten vom MTV Bokel. Die Abfahrt mit dem Bus ist für 11:15 in Immenbeck angesetzt.

Nach dem sportlich mageren Wochenende möchten wir es uns trotzdem nicht nehmen lassen, auch hier nochmal eine große Runde Dankesgrüße an unsere Supporter zu senden. Herzlichen Dank an Stadionsprecher Dirk Bente sowie Monika und Günter Altmann für die wunderbare Versorgung der Zuschauer an den Spieltagen und drum herum. Dies gilt natürlich auch für unsere treuen Edelfans, Großeltern, Dauerkarten-Inhaber und Damen – Bravo. Wir wünschen allen eine herrliche Adventszeit, die wir im Optimalfall mit einem Auswärtssieg zum 1. Advent dann kommenden Sonntag einläuten. Für die Eintracht!

Für die Eintracht im Einsatz: F. Bente, M. Marbes, J. Blendermann, K. Schulz (ab der 74. Minute M. Schmidt), K. Schöngraf, M. Lohmann (ab der 79. Minute B. Papf), L. Arndt, P. Raschke, L. Müller, T. Müsing (ab der 70. Minute N. Ahmad), J. Kock

 

Torschützen (Vorlage): 1:0 T. Müsing (5.), 1:1 H. Gurski (22., Berkholz), 1:2 F. Wulff (29., Schlimm), 1:3 H. Gurski (36., Schlimm), 1:4 N. Bardenhagen (48, FE, Cakar), 1:5 J. Berkholz (51., Gurski), 1:6 J. Berkholz (82., Gurski), 1:7 J. Spreckels (88., FE, Gurski)

 

Bes. Vorkommnisse: Rote Karte P. Raschke (25., Tätlichkeit)