Doppelter Erfolg für die Eintracht!

Kreispokal-Halbfinale: FC Mulsum/Kutenholz II – TSV Eintr. Immenbeck 0:1 (0:1)

KUTENHOLZ. Die Vorzeichen sind fantastisch, die Eintracht geht im Kreispokal-Halbfinale als klarer Favorit ins Duell mit dem FC Mulsum/Kutenholz II aus der 1. Kreisklasse. Coach Wiede erwartet vorab kein Zuckerschlecken und soll mit dieser Prognose schlussendlich Recht behalten.

Immenbeck muss neben den langfristig fehlenden Marbes und Schneider und Müsing auch kurzfristig auf René Helmke und Marvin Schmidt verzichten. Lennart Müller und Lukas Gross helfen in der 2. Herren. Vom Anpfiff weg ist die Anspannung bei den rot-weißen Gästen deutlich zu merken. Die einfachsten Passfolgen mutieren zu hochgradigen Herausforderungen und dem ein oder anderen Zuschauer kommt schon zeitnah das kurz zuvor geschlemmte Mittagessen wieder hoch. Die Stimmung in Kutenholz ist fantastisch. Die „MuKu Supporters“ fahren mit großen Flaggen und lautstarken Sprechchören einiges auf. Die Eintracht hält mit ihren Edelfans kräftig dagegen. Zusätzlich finden sich am Spielfeldrand die Angler aus der U23 ein und peitschen die Truppe mit einer Hand breit Wasser und dem Kiel und ordentlich „Petri Heil“ nach vorn. Es gilt den Kreispokal zu angeln. Über das Spiel muss man nicht allzu viele Worte verlieren. Es wird dann gefährlich, wenn auf Immenbecker Seite die individuelle Klasse zum Tragen kommt. Zuvor schwimmt Immenbeck aber gewaltig. Erst sind Blendermann und Schlussmann Meier sich uneins und Schöngraf muss in höchster Not klären. Kurz darauf zwingt ein technisch ansprechender Schuss von Tobias Mehrkens Meier zum ersten Eingreifen (33.). Quasi im Gegenzug wird der TSV dann erstmals richtig gefährlich. Jonas Kock enteilt seinen Gegenspielern und bedient Jonathen Schmidt, der bereits nach 10 Minuten für den verletzten Poppe das Feld betritt. Nach leichtem Stocken kullert der Ball schließlich über die Linie (35.). Den Frust noch schmeckend, schluckt der heimische FC fast den zweiten Treffer, doch Galow kann nach Kock-Vorlage nicht an den Ball kommen (38.). Bis zur Pause bleibt die Partie einschläfernd.

Nach dem Wiederanpfiff ein unverändertes Bild. Die Hausherren halten ihre kämpferisch starke Leistung aufrecht, entwickeln nach vorne allerdings keine Durchschlagskraft. Immenbeck muss sich zu diesem Zeitpunkt vorwerfen lassen, die vorhandenen Konter schlampig zu Ende gespielt zu haben. Mehrfach haben Kock, Schmidt und die eingewechselten Weseloh und Dawideit die Möglichkeit auf den vorentscheidenden Treffer am Fuß. Den einzigen Aufreger leistet sich Schlussmann Meier, der außerhalb des Strafraums den Ball nicht trifft und Mehrkens in den Fuß spielt. Der Schuss aus guten 30 Metern hoppelt nach mehrfachem Aufsetzen an den Pfosten und wird geklärt – Durchatmen! (61.). In der Folge lässt die stabile Immenbecker Defensive nichts mehr zu und Mu/Ku fällt auch mit zunehmender Spieldauer nichts Handfestes ein. Der souveräne Schiedsrichter Kai Moritz stellt noch den FC-Verteidiger Sabban nach vehementem Protest mit gelb-rot vom Platz (63.)

Erlösend! Nach dem Abpfiff kehrt die Freude über den Einzug ins Finale ein. Foro: M. Lütje/ Tageblatt

 

Fazit: Der Abpfiff stellt für Spieler und Fans eine Erlösung dar. Die Erleichterung ist quasi mit Händen zu greifen und entsprechend gelöst ist auch die anschließende Feier im Immenbecker Sporthaus. Die tolle Kulisse und der schwer bespielbare Platz sind ein Grund für die verkrampfte Leistung des Teams, aber dennoch kann man spielerisch nicht zufrieden sein. Die Eintracht hatte mehr vom Spiel und ist sicherlich verdient weiter, jedoch zeigte der FC über 90 Minuten einen couragierten Auftritt, der wenig Kritik nötig macht. Ein großes Lob an Mu/Ku für das tolle Umfeld des Halbfinales und viel Erfolg für den restlichen Saisonverlauf. Ein ganz dickes Dankeschön geht aber nochmals an unsere Supporter die keine Mühen und Strecken scheuen um Woche für Woche eine fantastische Performance neben dem Feld abzuliefern! Das Finale findet am 05. Mai in Bliedersdorf statt!

Für die Eintracht im Einsatz: N. Meier, L. Pietzonka, J. Blendermann, K. Schöngraf, T. Leffler, M. Poppe (ab der 8. Minute J. Schmidt), M. Meyer, M. Stukenbrock, K. Schulz (ab der 75. Minute F. Dawideit), J. Kock, C. Galow (ab der 61. Minute T. Weseloh)

Torschützen (Vorlage): 0:1 J. Schmidt (35., Kock)
Kreisliga-Nachholspiel: TuSV Bützfleth – TSV Eintr. Immenbeck 1:5 (0:3)

BÜTZFLETH. Nach Pokal-Euphorie folgt Liga-Alltag. Im Dezember verhinderte der Schneeeinbruch das Punktspiel in Bützfleth, im Februar waren die Plätze noch nicht bespielfähig. Nun soll es also der Ostermontag sein, eine Situation, die Volker Wiede personell durchaus in die Bredouille bringt. Mit Meier und Bente fehlen beide Keeper, Robert Gundlack aus der 2. Herren springt glücklicherweise ein. Ein dickes Dankeschön schonmal dafür! Zudem fehlen die Schmidt-Brüder, Pietzonka, Gross und vier Verletzte. Marius Meyer und René Helmke müssen angeschlagen agieren und auf der Bank nehmen die Routiniers Rump und Gehrke Platz. Auch an dieser Stelle ist ein Dank für die Verfügbarkeit mehr als angebracht. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen kam auch vormittags noch die Nachricht, dass nur der Grandplatz spielbereit ist.

Die Eintracht tritt von Beginn trotz leichter Bauchschmerzen wie ein souveräner Spitzenreiter auf. Die gefürchtete Bützflether Offensive kommt noch nicht zum Tragen, als es auch schon einschlägt. Nach starkem Ballgewinn von Meyer tänzelt Helmke sich durch drei Mannen und bedient Kock. Per Picke ist Immenbecks Knipser vom Dienst zur Stelle und trifft aus 16 Metern (5.). Bei seinem Startelf-Comeback lässt Sturmpartner Weseloh sich natürlich nicht lumpen und legt gleich doppelt nach. Zunächst nach feinem Querpass von Kock aus kurzer Distanz (18.) und direkt darauf nach Kopfballverlängerung von Schulz per starker Direktabnahme (23.). Nach 35 Minuten ersetzt Rump den angeschlagenen Helmke und rückt ins Zentrum. Die Gastgeber kommen nach und nach auch in die gefährliche Zone. Die beste Chance schleudert Enes Görüm nach Traumpass von Kleinschnittger über Gundlacks Kasten. Der Immenbecker Keeper verlebt bis dato einen ruhigen Arbeitstag, ist aber dennoch immer hellwach. Das große Manke der so spielstarken Bützflether bleibt die Defensive. Immenbeck hat im ersten Durchgang noch zahlreiche, dicke Mööglichkeite, die in persona Kock nicht genutzt werden können.

Durchgang zwei beginnt turbulent, denn Rump schaltet sich ein und bedient „Keilriemen“ Kock in die Gasse. Der pfeilförmige Stürmer ist auf uns davon und behält vor TuSV-Keeper Josch diesmal die Nerven (48.). Florian Dawideit wirkt inzwischen für Marius Meyer mit. Zahlreiche Chancen später hadert Sedat Ersoy sich lautstark zu einem zweifelhaften Platzverweis (61.). Mit ein wenig mehr Fingerspitzengefühl muss der Gastgeber hier nicht in Unterzahl die Partie beenden. Den Anschlusstreffer markiert Bützfleth kurz vor dem Ende dann doch noch. Die Ein-Mann-Büffelherde Aksoy tankt sich wuchtig gegen zwei Immenbecker durch und bleibt beim Abschluss ins lange Eck cool. Gundlack ist chancenlos (81.). Den Schlusspunkt einer chancenreichen Partie setzt Christian Galow. Nach energischer Vorarbeit von Leffler ist unser Rückkehrer zur Stelle und schiebt zu seinem ersten Treffer nach dem Frankreich-Aufenhalt ein – Glückwunsch! (90.).

Fazit: Ein souveräner Aufritt der ersatzgeschwächten Immenbecker Mannschaft. Zwar wurden wieder mal beste Chancen ungenutzt gelassen, aber das Wichtigste ist, dass der starke Bützflether Angriff über weite Teile des Spiels abgemeldet war. Jetzt steht für die Eintracht nach den kräftezehrenden 48 Stunden erstmal Erholung auf dem Speiseplan. Am 03. April geht es vor heimischem Publikum gegen den FC Oste/Oldendorf II weiter. Anpfiff ist um 15:00 Uhr. Bützfleth spielt zuhause gegen Wischhafen. Wir wünschen Yannick Kollega und seinem Team viel Erfolg.

Für die Eintracht im Einsatz: R. Gundlack, T. Fischer, J. Blendermann, K. Schöngraf, T. Leffler, R. Helmke (ab der 35. Minute R. Helmke), M. Stukenbrock, M. Meyer (ab der 46. Minute F. Dawideit), K. Schulz, T. Weseloh, J. Kock (ab der 75. Minute C. Galow)

Torschützen (Vorlage): 0:1 Kock (8., Helmke), 0:2 Weseloh (18., Kock), 0:3 Weseloh (23., Schulz), 0:4 Kock (48., Rump), 1:4 Aksoy (81., Kleinschnittger), 1:5 Galow (90., Leffler)