Eintracht Immenbeck wechselt in den Landkreis Harburg

BUXTEHUDE/IMMENBECK. Der TSV Eintracht Immenbeck, Breitensportverein vor den Toren Buxtehudes, wird mit der gesamten Fußballabteilung zum Spieljahr 2018/2019 in den benachbarten Harburger Landkreis wechseln. Völlig überrascht sei man von der Entscheidung der Vereinsverantwortlichen, bestätigt Immenbecks Trainer der 1. Herren, Volker Wiede, gegenüber dem TAGEBLATT. Von einem Kreiswechsel, der selbst innerhalb des Niedersächsischen Fußballverbands sehr kompliziert abzuwickeln ist, war im Buxtehuder Ortsteil nie zuvor die Rede. Umso überraschender sei die nun finale Verkündung.

„Michael Rump hat es mir am vergangenen Montag mitgeteilt. Im Vorstand wurde das Thema hinter vorgehaltener Hand schon länger diskutiert“, so Wiede. „Michael (Rump Anmd. d. Red.) und Fußball-Obmann Jörg Giesecke haben mir versichert, dass die Gespräche zwischen dem Stader NFV-Vorsitzenden Ulrich Mayntz und seinem Harburger Pendant Manfred Marquardt von Beginn an fair und offen geführt wurden. Viel mehr Details gibt es für uns auch noch nicht. Fakt ist, dass wir ein weiteres Jahr in Stade bzw. mit den höherklassigen Teams in Stade/Cuxhaven spielen. Für die Landesliga-Teams spielt der Wechsel zunächst keine Rolle. Mannschaften und Trainer sollen Ende der Woche benachrichtigt werden.“

Für den Landkreis Stade ist der Verein mit der viertgrößten Jugendabteilung ein herber Verlust. Die erste Herrenmannschaft ist gerade erstmals in die Bezirksliga aufgestiegen und kämpft um den Klassenerhalt. Auch ansonsten steht die Eintracht für Kontinuität und weniger für Schnellschüsse. „Niemand weiß das bei uns in der Führungsriege so richtig einzuordnen“, urteilt Wiede über die Art und Weise des Vollzugs. Was bleibt sind viele offene Fragen: Warum ist ein Wechsel notwendig? Wie wird der Verein aufgestellt? Was passiert, wenn die Mitgliederzahlen sinken? Rump bestätigte den Wechsel gegenüber TAGEBLATT-Mitarbeiter Tim Scholz lediglich telefonisch. Von Vereinsseite stand bislang niemand für ein Statement zur Verfügung. Offen ist auch, was mit den weiteren Abteilungen passieren wird. Tennis, Badminton, Faustball und Gesundheitssport werden beim TSV ebenfalls angeboten. (tim)

Das TAGEBLATT berichtet am Montag ausführlich.
Quelle: FuPa/Tageblatt  – Tim Scholz