Bezirksliga: Verdienter Überraschungssieg des VfL Horneburg

LANDKREIS. Der letzte Spieltag der Hinrunde in der Fußball-Bezirksliga wurde beherrscht von Absagen wegen der Corona-Krise. Lediglich die Begegnung zwischen Immenbeck und dem VfL Horneburg wurde ausgetragen, wobei sich die Gäste mit 2:1 durchsetzten.

Der für das kommende Wochenende geplante Start in die Rückrunde entfällt. Sämtliche Partien sind zunächst bis Ende November abgesagt. Wann und wie geht es weiter? Immenbecks Sportdirektor Michael Rump formulierte seine Einschätzungen: „Ich fürchte, dass unser Spiel gegen den VfL Horneburg der letzte Auftritt in diesem Jahr war.“ Ob es nach der Winterpause dann im März 2021 mit der Qualifikationsrunde weiter gehe oder sofort die Meister- oder Abstiegsrunde starte, sei derzeit Spekulation. „Keine Frage: Der Amateurfußball steht vor schwierigen Entscheidungen und ich bin gespannt auf die Lösungen“, sagt Rump.

Der TSV Eintracht Immenbeck war nach der Pause überlegen, konnte die VfL-Abwehr aber nicht knacken. Foto: Schmietow

Eintracht Immenbeck – VfL Horneburg 1:2. Das einzige Spiel der Bezirksliga 4 bescherte Eintracht Immenbeck zwar eine gute Kulisse samt Einnahme, die Punkte gingen allerdings auf das Konto des VfL Horneburg. Das Endergebnis stand bereits nach 18 Minuten fest. Ein couragiert auftretender Gast führte durch einen sehenswerten Freistoß in den Winkel durch Jesse Höft 1:0, die Hausherren egalisierten ebenfalls per Freistoß, den Till Müsing verwandelte. Horneburgs Antwort kam prompt: Tom Martens traf unhaltbar ins lange Eck zum verdienten 1:2.

Enttäuschende Leistung der Eintracht

Immenbeck hätte bei einem Sieg Tabellenführer werden können, konnte daraus aber nie die erforderliche Motivation ableiten und verpasste diese Chance mit einer enttäuschenden Leistung. Das Fehlen der nominellen Angreifer Jonas Kock (Meniskusriss) und Tobias Schroeder (beruflich) konnte zu keiner Phase kompensiert werden und auch die Steigerung nach der Pause brachte wenige echte Einschussmöglichkeiten. Joker Robert Usko hatte dabei noch die größte Chance, zielte aber weit über den Kasten.

Ein im zweiten Durchgang aufopfernd verteidigender VfL Horneburg, der in Routinier Jörg Augustin und dem quirligen Marcel Böhn seine besten Akteure hatte, rettete den Vorsprung ins Ziel und feierte einen gerechten und umjubelten Auswärtserfolg. Zwei gute Konterchancen durch Martens und Robert Moisuc wurden noch verpasst, aber auch so war VfL-Coach Bastian Augustin natürlich zufrieden mit seiner Mannschaft: „Speziell in der ersten Hälfte waren wir das bessere Team und haben damit die Basis für den Erfolg gelegt. Später mussten wir energisch verteidigen, haben aber insgesamt wenig zugelassen und ich denke, dass der Sieg in Ordnung geht. Wenn man bedenkt, dass wir bisher nur Auswärtsspiele bestreiten mussten, sind zehn Punkte eine hervorragende Ausbeute.“

Erste Niederlage nach drei Siegen

Frust pur dagegen auf der Gastgeber-Seite, wo nach drei Siegen hintereinander erstmals wieder eine Niederlage verdaut werden musste. Co-Trainer Dirk Lünsmann fasste zusammen: „Wir haben uns scheinbar auf den Lorbeeren der guten letzten Spiele ausgeruht und über die 90 Minuten hinweg wenig Konstruktives hinbekommen.“ Nach völlig verpatzter erster Halbzeit habe die Mannschaft dann trotz klarer Feldüberlegenheit nicht die nötigen Ideen besessen, um das Bollwerk der Gäste zu knacken. Lünsmann: „Deshalb ist der Erfolg für den VfL auch korrekt.“

Tore: 0:1 (10.) Jesse Höft, 1:1 (14.) T. Müsing, 1:2 (18.) Martens. Gelb-Rote Karte: Jesse Höft (90., VfL)

Quelle: www.tageblatt.de – Von Wolfgang Nitschke