Michael Rump hat große Lust aufs Traineramt

Michael Rump Trainer Immenbeck

Michael Rump half in der Saison 2019/20 sogar noch aus. Nun wird er Trainer des Bezirksliga-Teams.

IMMENBECK. Michael Rump hat das Traineramt beim Fußball-Bezirksligisten TSV Eintracht Immenbeck übernommen. René Klawon kehrt zurück auf seinen eigentlichen Posten und konzentriert sich wieder auf die sportliche Leitung.

Der Wunsch, wieder als Trainer zu arbeiten, habe ihn schon länger immer wieder beschäftigt, sagt Michael Rump. Zuletzt sei angedacht gewesen, dass er die erste Mannschaft des TSV Eintracht Immenbeck zur neuen Saison übernimmt. Durch die lange Pause in der Corona-Pandemie sind René Klawon und Rump zu dem Schluss gekommen, dass es mehr Sinn mache, sofort zu übernehmen – sofern es denn wieder los geht. Ein Saisonabschluss wäre zugleich schon die Vorbereitung auf die Saison 2021/22.

Michael Rump hat maßgeblich beim Aufbau der Fußballabteilung des TSV Eintracht Immenbeck mitgewirkt. Kürzlich hat er den Vorsitz des jüngsten Projekts, dem Jugendförderverein (JFV) Buxtehude, abgegeben. Immenbeck und die VSV Hedendorf/Neukloster haben den JFV 2018 zusammen gegründet. Den Posten des Fußball-Obmanns beim TSV werde er auch abgeben, sagt Rump. Ansonsten gebe es nur hierarchische Probleme und es bestünden durchaus Gewissenskonflikte, so Rump. In die Funktionärsrollen sei er irgendwann gerutscht. Der 47-Jährige war immer mit Leib und Seele bei der Sache. „Aber ich will zurück an die Linie“, sagt er, mit diesem Gedanken sei er „schon oft schwanger gegangen“.

Größter Erfolg mit den VSV Hedendorf/Neukloster

Erste Erfahrungen sammelte Michael Rump einst als Spielertrainer bei der SG Lühe. Seinen größten Erfolg, auch noch als Spielertrainer, feierte er mit den VSV Hedendorf/Neukloster. Rump hatte die erste Mannschaft seinerzeit in der Bezirksklasse übernommen, die VSV kämpften gegen den Abstieg und hatten einige Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Am Ende landete die Mannschaft auf einem einstelligen Tabellenplatz. In der Folgesaison wurden die VSV 2003 Meister. Die anschließende Bezirksliga-Saison schloss Rump mit seiner Mannschaft als Vizemeister ab und gewann dann das Relegationsspiel zum Landesliga-Aufstieg 2004. Rump verabschiedete sich mit dem Erfolg.

Solche Momente möchte er mit der Rückkehr an die vorderste Front natürlich liebend gern wieder erleben. „Ich weiß, dass ich ein gewisses Risiko eingehe“, sagt der B-Lizenz-Inhaber. „Aber ich möchte mich wieder direkt messen lassen.“ Die Lust auf das operative Trainergeschäft sei groß. „Und zu viel Zeit lassen kann ich mir auch nicht“, sagt der 47-Jährige, schließlich wolle er den Spielern auch noch was zeigen können. In der jüngeren Vergangenheit lief Rump immer mal wieder als Abwehrorganisator auf, wenn es bei der Eintracht eng geworden war.

Beim TSV Eintracht Immenbeck erhoffen sie sich neue Impulse – zumal in der Corona-Pandemie eine „gewisse sportliche Müdigkeit“ aufgekommen ist. Die langfristige Ausrichtung für die Fußballer soll zudem gestärkt werden.

Rene Klawon, Zweiter von links, begann in der Saison 2019/20 eigentlich als sportlicher Leiter beim TSV Eintracht Immenbeck, übernahm aber dann das Traineramt von Nihat Sagir. Nun übernimmt Klawon wieder seinen ursprünglichen Job. Fotos: FuPa/Schmietow

Klawon gibt Traineramt gerne wieder ab

René Klawon trat 2019 – nach dem Rücktritt beim Buxtehuder SV – zusammen mit Thorsten Pohl beim TSV Eintracht Immenbeck an, um die sportliche Leitung sowie das Sponsoring und Teammanagement zu übernehmen. Die Zusammenarbeit mit dem seinerzeit neu angetretenen Trainer Nihat Sagir verlief nicht nach den Vorstellungen der TSV-Verantwortlichen. Die schnelle Trennung fing Klawon mit seiner Amtsübernahme auf. „Dafür sind wir noch immer dankbar“, sagt Rump. Klawon gibt das Traineramt gerne wieder ab, wie er selbst sagt. Zusammen mit Pohl wird er sich nun als Sportdirektor wieder auf die Geschicke und Ausrichtung der Mannschaft kümmern. So wie es bei seinem Antritt 2019 gedacht war.

Rump hofft, dass er noch in dieser Saison als Trainer aktiv werden kann, in welcher Form auch immer diese abgeschlossen wird nach der anhaltenden Coronapause.


QUELLE: https://www.tageblatt.de/
Jan Bröhan