Immenbecker sind nach Straßensperrung sauer

Quelle: www.tageblatt.de

IMMENBECK. Die Stadt Buxtehude hat den Wirtschaftsweg Lurup gesperrt, damit den Sportverein TSV Eintracht Immenbeck vom oberen Teil des Ortes abgeschnitten und ihm einen Teil seiner Parkplätze geraubt. Das kritisieren Vereinschef Bernd Hamann und der Buxtehuder Ratsherr Horst Subei (SPD).
Plötzlich stand das Schild da. Gut eine Woche lang hätten theoretisch keine Vereinsmitglieder oder Besucher die Sportanlage Brune Naht des TSV Eintracht Immenbeck mit dem Auto anfahren dürfen. Ein Durchfahrts-Verbotsschild, das den Wirtschaftsweg Lurup für den Autoverkehr sperrt, war so aufgestellt worden, dass es die Einfahrt auf das Vereinsgelände gleich mit abriegelte. Dieser Fehler ist inzwischen behoben.
Für Ärger sorgt die unangekündigte Sperrung trotzdem noch bei dem Verein mit seinen ungefähr 960 Mitgliedern. Ein Teil der dringend benötigten Parkplätze wurde dem aufstrebenden Verein genommen. Und wer den Bereich jetzt vom oberen Teil der Ortschaft, aus Richtung Eilendorf, anfahren will, muss einen großen Umweg durch Wohngebiete in Kauf nehmen. Der TSV Eintracht Immenbeck hat die größte Jugend-Fußballsparte in Buxtehude, die Männermannschaft ist gerade in die Bezirksliga aufgestiegen.
„Wir brauchen diese Parkplätze am Wochenende, wenn wir Spiele auf der Anlage haben“, sagte Hamann gegenüber dem TAGEBLATT. Die Zuschauer nutzten den jetzt gesperrten Wirtschaftsweg, um dort zu parken. „Wenn es diese Plätze nicht mehr gibt, weichen die Zuschauer zum Parken in das Wohngebiet aus. Das kann doch nicht gewollt sein“, sagt Subei. Eine zusätzliche Verkehrsbelastung für die angrenzenden Wohnstraßen entsteht aus Subeis Sicht auch dadurch, dass die Brune Naht nur noch von dieser Seite angefahren werden kann. Eine historisch gewachsene Verbindung sei einfach abgetrennt worden.
Was beide Männer ärgert: Sowohl der Vereinschef als auch der Ratsherr wurden von der Aktion überrascht. Nach Aussage der beiden gab es im Vorwege keine Informationen. „Typisches Verwaltungshandeln in Buxtehude. Die Betroffenen werden nicht mit einbezogen“, so Hamann.
Immenbecks Ortsvorsteher Niels Großkreutz ist für die Sperrung des Wegs. „Wir hatten dort Probleme mit Rasern. Fußgänger, Radfahrer und Reiter wurden immer wieder gefährdet“, sagt er. Viele hätten den Weg als Abkürzung genutzt, um einen Teil der Bundesstraße B 73 zu umfahren. Jörg Rönner, Leiter des Fachgruppe Straßen und Grünanlagen der Stadt Buxtehude, hält die Aufregung für übertrieben: „Es hat sich im Grunde nichts verändert.“ Schon vorher sei die Nutzung des Weges eingeschränkt gewesen. Der Unterschied sei, dass jetzt auch Motorräder die Strecke nicht mehr nutzen dürften. Die hätten im angrenzenden Wald wiederholt Schaden angerichtet. Rönner: „Wenn Fußballer dort parken wollen, sollen sie es ruhig tun. Da wird bestimmt niemand kommen und kontrollieren.“