JSG HAI: Beim Dana Cup ganz groß aufgespielt

Die U15 der JSG HAI ist zum Danacup in Hjörring/Dänemark, dem mit 800 Mannschaften drittgrößten Junioren-Fußballturnier der Welt, gefahren, um an die großen Erfolge der Vorjahre anknüpfen. 2013 hatte ein Teil des Jahrgangs 2002 als U11 den “Pott” mit nach Hause genommen, ein Jahr später reichte es bis ins Halbfinale. Auch in diesem Jahr starteten die Jungs ins Turnier, als könne sie nichts und niemand aufhalten. In der Gruppenphase schoss man die norwegischen Teams Flint IL (2:0), Voss FBK (10:0) und Ganddal IL (7:0) regelrecht ab. Im 1/32-Finale wartete mit Hakadal IL ein weiterer Norweger, der mit 4:1 vom Rasen geschickt wurde. Danach ging es zweimal ins Elfmeterschießen. Zwischen der JSG HAI und Tollnes BK stand es im 1/16-Finale nach regulärer Spielzeit 2:2, im Elfmeterschießen zeigten sich alle 5 auserwählten Haie-Spieler äußerst treffsicher. 7:5 hieß es am Ende. Der Jubel kannte jetzt keine Grenzen mehr! Aber das 1/8-Finale sollte noch nicht das Ende des Harsefeld/Apensen/Immenbecker Sommermärchens sein. Wer nun denkt, beim Dana Cup wären nur norwegische Teams am Start, irrt. Es waren auch Mannschaften aus Schweden, Georgien, Malta, Jordanien, Indonesien, USA, Brasilien und anderen Ländern der Welt dabei. Doch der Spielplan hatte für die JSG über weite Strecken nur norwegische Gegner parat, zumindestens auf dem Platz, denn zwischen den Spielen (In der Kleinstadt Hjöring und Umgebung gibt es über 100 Rasenplätze, dreißig davon im Zentrum!), auf den Straßen und abends in der Disco hätte das Treiben multikultureller nicht sein können. Jedenfalls bekam man es auch im sechsten Spiel wieder mit einer norwegischen Truppe, diesmal aus Ottestad, einer Kleinstadt zwischen Oslo und Lillehammer, zu tun. Lange Zeit führten die Haie 1:0, doch in der Schlussminute hatten die Norweger nach Einwechslung einiger offenbar älterer Spieler, noch unerwartet ausgleichen können. Fünf Minuten später im Elfmeterschießen war es dann für die Wikinger vorbei: Ein Ottestaedter verschoss, die Haie machten wieder alle eiskalt rein. 6:5, ein am Ende hochverdienter Sieg! Offenbar war Elfmeterschießen Teil des Trainingsprogramms. Zwei an Dramatik kaum zu überbietende Spiele, die die Jungs so schnell nicht vergessen dürften. Schließlich sollte es doch noch zu einem Vergleich mit den Südamerikanern kommen. Mit dem brasilianischen Club Pequeninos do Jockey, ein Ausbildungsverein für brasilianische Nachwuchstalente, kam den Haien der spätere Turniersieger Jahr in die Quere. Zu früh, wie sich heraus stellte. Am Ende stand es 4:1 für die technisch versierten »Kleinen Kerle« aus Sao Paulo, jenem Club, in dem auch der ehemalige Bayern- und HSV-Profi Ze Roberto mit sechs Jahren das erste Mal die Fußballschuhe schnürte. Das Turnier darf insgesamt wieder als großer Erfolg gewertet werden: In einem Großturnier mit sieben Spielen in vier Tagen ungeschlagen bis ins Viertelfinale vorzustoßen, um dann gegen die beste Mannschaft auszuscheiden, das ist eine ganz starke Teamleistung! Trainer Alexander Weser (ebenso wie die mitgereisten und daheimgebliebenen Eltern) war begeistert: »Wir können stolz sein auf die Jungs, ein tolles Team!«