U14-Landesliga: »Haie« zwingen Tabellenführer A/O/H in die Knie

JFV A/O/H ‒ JSG HAI 0:2 (0:0)

Mit einer taktischen Meisterleistung hat die U14 der JSG HAI am Dienstagabend am Schützenhof in Ahlerstedt dem hohen Favoriten JFV A/O/H die Suppe kräftig versalzen. Geschickt wurden die Reihen verschoben und die Räume eng gemacht, so dass die A/O/H-Aufbauspieler keine Anspielstationen fanden und die schnellen Stürmer gar nicht erst zur Entfaltung kamen.
Der JFV A/O/H begann so, wie man es von einem Meisterschaftsaspiranten erwartet. Druckvoll und selbstbewusst. Die optische Überlegenheit war unübersehbar, doch die äußerst clever und abgeklärt agierenden Haie kauften dem Gegner schnell den Schneid ab und waren in den entscheidenden Momenten immer einen Schritt schneller als der mit zunehmender Spieldauer immer ratloser agierende Tabellenführer, der sich oft nur mit langen Pässen zu helfen wusste, die aber zumeist eine sichere Beute der Abwehrkette waren. Und wenn es mal gefährlich zu werden drohte, war JSG-Keeper Philip zur Stelle, der die hohe Bälle und Eckbälle fangsicher aus der Luft fischte, so dass das 0:0 zur Pause schon ein Vorbote dessen war, was in der zweiten Halbzeit folgen sollte.
Die ersten fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff setzten die A/O/H-Spieler alles auf eine Karte. Doch klare Torchancen brachte auch dieser letzte Sturmlauf nicht mit sich. Die fast fehlerfrei agierende Abwehrkette mit dem tief stehenden Mittelfeld davor zermürbte die A/O/H-Offensive immer mehr. Der schnelle Rechtsaußen war beim starken Leon weitgehend abgemeldet, Paul hatte rechts alles im Griff und gegen die gut postierte Innenverteidigung war an diesem Abend kein Kraut gewachsen.
Die Devise, hinten die Null zu halten und vorn auf den tödlichen Konter zu warten, ging am Ende voll auf. In der 42. Minute war es dann soweit. Ein öffnender Pass schickt den rechts gestarteten Matti Kühn auf die Reise, der schlägt einen Haken, spielt am Sechzehner den wendigen Jakob an, der zirkelt den Ball zwischen zwei Abwehrspielern durch und am Torwart vorbei ins linke untere Eck. Nur 9 Minuten später führte ein weiterer Konter zum 2:0 durch Timon, der sich gegen zwei A/O/H-Abwehrriesen durchsetzte und dem Torhüter keine Chance ließ.
Der JFV war nun sichtlich geschockt, fabrizierte zunehmend Fehlpässe und fand in den verbleibenden zwanzig Minuten kein Mittel, das Ruder noch herumzureißen. Mit dem Sieg rückten die Haie vorübergehend vom letzten auf den zweiten Tabellenplatz vor ‒ der verdiente Lohn für die bisher stärkste Saisonleistung.