U15-Landesliga: Haie zurück auf dem Boden der Tatsachen

JSG Börde/Lamstedt ‒ JSG HAI 2:1 (1:0)

Der Traum von der Tabellenführung währte nur eine Woche: Gegen körperlich überlegene und zweikampfstarke Kanten aus Börde-Lamstedt gab es eine alles in allem unglückliche Niederlage, die in der 23. Minute durch einen individuellen Fehler in der Defensivabteilung der Haie eingeleitet wurde. Die JSG Börde/Lamstedt frönte am Freitagabend einen robusten Spielstil, der weniger aus technischen Kabinettstückchen bestand als vielmehr von langen Bällen in die Spitze geprägt war, verbunden mit der Hoffnung, dass sich das Spielgerät das ein oder andere Mal den Weg durch die gegnerische Abwehrreihe bahnt und es einem der vorn lauernden Stürmer gelingt, den Ball über die Linie zu befördern. Ein Konzept, das gegen die JSG HAI aufging, denn oftmals waren die Lamstedter einen Schritt schneller. Dafür reichten der Heimmannschaft zwei echte Torchancen. Obwohl die Haie das Spiel nach dem Rückstand zunehmend kontrollierten, konnten sie dabei zunächst trotz einiger Hundertprozentiger nichts Zählbares herausholen. Zu allem Überfluss bekamen sie in der 38. Minute nach einem Konter das 2:0 serviert. Daraufhin nahm Trainer Weser gleich mehrere Auswechslungen vor, stellte auf Dreierkette um und blies zur finalen Aufholjagd, ein Appell, der leider erst in der 58. Minute fruchtete, als Sebastian Rohn den Anschlusstreffer markierte. In den verbliebenen 12 Minuten schnürten die Haie die JSG Börde/Lamstedt dann förmlich vor dem Tor ein, selbst die Verteidiger hielt jetzt nichts mehr hinten. Der Ausgleichstreffer aber wollte nicht mehr gelingen. In Lamstedt (wie schon in Soltau) war einmal mehr zu sehen, dass der ambitionierte Nachwuchs von den Vereinen gern auf die B-Plätze abgeschoben wird, die oft in einen nicht landesligawürdigem Zustand sind, so dass technisch versierte Teams ihre Stärken nicht ausspielen können und Verletzungen vorprogrammiert sind. Vielleicht ein Anstoß, zukünftig doch einmal über den Tellerrand hinaus Richtung Hamburgische Verbandsliga zu schielen, wo längst nicht mehr auf Grand, sondern auf Rasen oder Kunstrasen gespielt wird und zudem die Fahrwege erheblich kürzer wären.