1. Herren: Auswärtspunkt gesichert! – Aber die Zeit läuft gegen Immenbeck…

ALTENWALDE. Die spannenden Enspiele gehen für die Eintracht auch beim TSV Altenwalde weiter. Das Team von Coach Stefan Schlie galt vor dieser Saison als ein Kandidat für ganz oben. Trotz enormer Qualität im Kader, verpasste die Mannschaft in der Hinrunde aber zu oft das Erfolgserlebnis und fand sich plötzlich im Abstiegskampf wieder. Nach souveränen Auftritten in der Rückrunde steht der TSV nun aber mit 36 Punkten im gesicherten Mittelfeld. Die Immenbecker Eintracht muss nach fünf Niederlagen am Stück endlich wieder in die Spur finden. Dabei kann Stürmer Kock nicht mitwirken. Immenbecks 7-Tore-Mann knickte im Abschlusstraining böse um und wird zunächst ausfallen.

Wo Kock ausfällt, ist Usko da. In der Winterpause juckte es den Dammhausener Straßenköter wieder in den Puschen und seitdem trainiert Robert wieder mit dem Team. Einige Kurzeinsätze stehen schon zu Buche. In Altenwalde darf er gemeinsam mit dem hungrigen Weseloh von Beginn an im Angriff ran. Defensiv rückt Leffler für den verhinderten Müller auf die RV-Position. Für Can Aykaya beginnt mit Marius Meyer ein echter Pflug auf der Sechserposition neben Capitano Stukenbrock. Vor dem Spiel ist die Prämisse klar: Abstiegskampf geht ohne Leidenschaft und Engagement direkt nach hinten los. In den vergangenen Wochen standen die Immenbecker sich häufig selbst im Weg und wollen in Altenwalde den Schalter umlegen. Von Beginn an wird Usko mit langen Zuspielen gesucht. Die Hausherren übernehmen nach ausgeglichener Anfangsphase aber schnell die Kontrolle. In Abwesenheit von Top-Vorbereiter Klowat sind es vor allem Schüler und Miranda, die über außen immer wieder gefährliche Vorstöße wagen. Richtige Kracher liegen aber zunächst nicht in der Luft. Es ist aber vor allem der pfeilschnelle Grabowski, der vorne immer wieder kleine Brandherde entzündet. Die Eintracht bekommt noch zu selten die nötige Sicherheit ins Spiel und kommt erst kurz vor dem Pausenpfiff zu guten Entlastungsszenen. Jonathan Schmidt (38.) und Robert Usko (43.) scheitern vor Schlussmann Stanze.

Nach Wiederanpfiff ist Altenwalde dann eiskalt da und geht nicht unverdient in Führung. Der TSV-Abwehrverbund kann die Freistoßflanke von links nur ungenügend klären. Ein unnötiges Foul ermöglicht die Standardsituation. Die Murmel fällt Grabowski vor die Flinte, der aus elf Metern mit viel Übersicht zu seinem 20. Saisontor einschießt (49.). Kurz darauf Glück im Immenbecker Strafraum. Ein vermeintliches Foul an Grabowski wird nicht geahndet, Schiedsrichter Barnick lässt folglich weiterspielen. Die Eintracht präsentiert sich nun im Gegensatz zu den Vorwochen energisch und vor allem mit Überzeugung auf dem Platz. Fußballerisch sind nicht allzu viele Highlights an Bord des Spiel-Kutters, aber es ist Stimmung auf dem Platz, die das Team in den kommenden Wochen weiterhin auf den Platz bringen muss. Das Aufbäumen belohnt Jonathan Schmidt in Spielminute 69. Ein blitzsauberer Kontler läuft über links. „Ilkay“ Meyer erobert am eigenen Strafraum das Leder und dann geht es blitzschnell. Poppe startet durch und bedient Usko, der alleine auf den Kasten zustürmt. Vor Stanze hebt er den Kopf und Schmidt muss den Ball nur einschieben. Die Partie wogt auf überschaubarem Niveau, aber mit großem Einsatz hin und her. Altenwaldes Schüler setzt sich noch einmal energisch durch und kommt im Strafraum zu Fall, doch wieder bleibt der Pfiff aus. Über den Großteil des Spiels ist Altenwalde die überlegene Mannschaft und hat auch gute Chancen. Am Ende hat der Gastgeber dann aber auch Glück, dass die Konterchancen der Immenbecker zu leichtfertig verspielt werden. Kurz vor dem Schlusspfiff scheitern Poppe (88.) und der ebenfalls eingewechselte Till Müsing (90.) alleine vor dem gegnerischen Kasten.

Lebenszeichen im Abstiegskampf! Mit einem Punkt ging es für die Eintracht aus Altenwalde nach Hause.

Fazit: Endlich wieder eine entspannte Busfahrt gen Heimat. Ein Punkt scheint im Abstiegskampf zwar zu wenig, doch kann eine Energieleistung wie diese, auch eine Initialzündung für die anstehenden Aufgaben sein. 4 x 3 Punkte sind für Immenbeck noch zu vergeben. Der Kampf um den Klassenerhalt bleibt spannend und der Punkt kann diesmal auf jeden Fall als Gewinn gewertet werden. Während des Spiels zeigt Altenwalde die bessere Spielanlage und hätte bei cleverer Chancennutzung auch eine frühe Entscheidung erzwingen können. Die Eintracht kommt aber mit viel Mut zurück in die Partie und belohnt sich folglich mit dem Ausgleich. Am Ende liegt die Überraschung in der Luft, wenngleich ein Dreier wohl auch des Guten zu viel gewesen wäre. Insgesamt beschreibt das Unentschieden den Spielverlauf ganz gut. Dem TSV Altenwalde wünschen wir für die letzten Saisonspiele viel Erfolg. Die nächste Aufgabe steht für die Cuxhavener dann beim Spitzenreiter in Ahlerstedt an. Die Eintracht muss endlich zuhause punkten. Gegen den FC Mulsum/Kutenholz bietet sich am kommenden Sonntag um 15:00 Uhr die vorletzte Gelegenheit. Lasst uns nochmal alles mobilisieren – für die Eintracht!

Für die Eintracht im Einsatz: F. Bente, E. Müsing, M. Schmidt, K. Schulz, T. Leffler, N. Kröppelin (ab der 46. Minute M. Poppe), M. Stukenbrock, M. Meyer, J. Schmidt, T. Weseloh (ab der 70. Minute C. Aykaya), R. Usko (ab der 76. Minute T. Müsing)

Torschützen (Vorlage): 1:0 N. Grabowski (49.), 1:1 J. Schmidt (69., Usko)