1. Herren: Keine Ideen bei der Eintracht – Heimpleite vor der Winterpause

IMMENBECK. Für eine hochmotivierte Eintracht ging es beim Abschluss des Fußballjahres 2017 um nichts als den Sieg. Zu Gast am Samstag, dem 02.12.2017 war der formstarke FC Oste/Oldendorf, angereist mit zwei Siegen im Gepäck. Auf Eintracht-Seiten fehlt Marco Mernik krankheitsbedingt, Kevin Schulz und Florian Bente sind beruflich gebunden. Nichtsdestotrotz ist der Kader breit aufgestellt und bietet viele Optionen in allen Mannschaftsteilen.

Das Prunkstück der gastierenden FC-Mannschaft ist die eingespielte Defensive. Akteure wie Spielführer Hitzwebel, Simon Bastein und Hitzkopf Tim Hildebrandt verteidigen seit Jahren nebeneinander und haben in den zurückliegenden Wochen zu alter Stabilität gefunden. Nach dem Anpfiff erobern die Gäste blitzschnell den Ball und schicken auf links den bulligen Witz ins Rennen. Der mit de Brustkorb eines WWE-Contenders gesegnete Offensivmann wühlt sich gegen Leffler durch und wird im letzten Moment von Schöngraf gestellt (1.). Den folgenden Einwurf nimmt erneut Witz auf – und kommt diesmal durch. Aus verdeckter Sicht kommt der gezwirbelte Ball aufs lange Eck. Schlusmann Meier muss sich strecken und kratzt die Murmel ans Aluminium (2.). Die Eintracht muss sich also auf einiges gefasst machen. Die fleißigen Schilling und Wiegmann bearbeiten die Eintracht-Abwehrreihe mit Marbes, Schmidt und Schöngraf so intensiv, wie ein Heranwachsender die Damen auf der ersten Zeltdisco. Nach vorne muss die Eintracht recht schnell feststellen, dass es kreative Ideen und Ansätze braucht, um das Bollwerk zu knacken. Die besten Möglichkeiten für Immenbeck ergeben sich nach den gefährlichen Raschke-Standards. Zunächst serviert der 18-jährige Spielmacher von halblinks an den Fünfer, wo Center Müsing sich perfekt in Position bringt. Dessen Kopfbalverlängerung ist leider zu unplatziert und wird von Schlussmann Martens per Oberarmschleuder über die Latte gelenkt (10.).Wenig später gibt es Eckstoß, erneut durch Raschke hineingebracht. Nach unübersichtlicher Situation fällt der Ball Leffler auf den Schlappen. Knapp fünf Meter vor der Hütte kommt ein zentraler Abschluss zustande, den Martens mit viel Dusel und gekonntem Einsatz der Gesäßpartie vor der Linie stoppt (14.). Beinahe im Gegenzug gehlingt dem starken Marvin Witz das entscheidene Big Play. Leffler und Schöngraf können den 21-jährigen Bulldozer nicht stoppen. Am Sechzehner setzt Witz zur Klebe an, die sich dann als ekliger Flatterball entpuppt. Meier bringt noch die Fingerspitzen an den Ball, kann den Einschlag im Dreieck aber nicht verhindern. Sehenswertes Tor vom FC-Topscorer (17.). Aus dem Spiel gelingt der Eintracht im Anschlussfast nichts mehr. TSV-Winger Poppe greift sich ein Herz und zielt aus halblinker Position deutlich zu hoch (25.). In der Mitte waren zwei Kollegen gut positioniert. Nach anfänglich offensiver Ausrichtung mit drei Stürmern, werden die Abstände zwischen den Immenbecker Mannschaftsteilen merklich größer. Angeführt vom starken Clement Peters im Zentrum, erspielen sich die Gäste bis zum Pausenpfiff noch zwei gute Möglichkeiten. Nico Wiegmann versucht es mit einem Flachschuss aus spitzem Winkel, der leicht hoppelnd unter Meiers Oberkörper verendet (36.). Wenig später rutscht eine Hereingabe von Sebastian Schmidt bis an den zweiten Pfosten durch. Der eingelaufende Vespermann wird von Poppe gut gestört und bekommt kaum Druck hinter die Direktabnahme, sodass Meier ungefährdet klären kann (40.).