1. Herren: Rückschlag vor der Winterpause – Eintracht unterliegt Altenwalde

IMMENBECK. Hochmotiviert präsentierte sich die Immenbecker Mannschaft von Wiede und Lünsmann unter der Woche. Am Freitag wurde beim traditionellen Grünkohlessen von Betreuer Andi nochmal der Teamgeist gestählt. Im Nachholspiel des 11. Spieltags gastierte am gestrigen Sonntag der TSV Altenwalde auf der Brune Naht. Eine Mannschaft, die bisland weit unter ihren Möglichkeiten blieb. Als Vizemeister in die Saison gestartet, rangiert der TSV vor Anpfif noch auf dem vorletzten Tabellenplatz, einen Punkt hinter der Eintracht.

Schon vor Anpfiff warnt das Immenbecker Trainerduo die Mannschaft vor der Offensivqualität, die auf die Mannschaft zukommt. Gerade die offensiven Wirbelwinde Klowat (2015/16 28 Tore) und Grabowski sind schwer zu halten. Flankiert werden die Stürmer vom erfahrenen Krause, der eher über die wuchtige Komponente kommt. Die Eintracht geht unverändert zur Partie in Drochtersen ins Spiel und ist von Beginn an konzentriert. Gespielt wird bei starkem Regen auf dem Stadtwerke-Kunstrasen. Den ersten Aufreger der Partie setzt Eintracht-Verteidiger Leffler der rechts im Strafraum freigespielt wird. Mit einem platzierten Schuss ins lange Eck zwingt er Keeper Hildebrand zur ersten Glanztat (9.). In der Folge kommen auch die Gäste immer besser ins Spiel. Angetrieben vom starken Apel, der im Zentrum die Fäden zieht, verlagert sich der Ballbesitz zunehmend in Richtung der schwarz gekleideten Spieler. Apel selbst schließt nach feinem Solo selbst aus gut 25 Metern aufs Tor und zwingt Immenbecks Bente zum Flugeinsatz (13.). In die Druckphase der Gäste hinein erzielt Jonathan Schmidt die Immenbecker Führung. Nach feiner Vorarbeit von Stukenbrock tanzt Schmidt, heute erstmals von Sohnemann Levi und Ehefrau Friederike am Spielfreldrand unterstützt, einen Gegner aus und schließt mit links unhaltbar ins lange Eck ab (16.). Anschließend agieren beide Mannschaften offensiv deutlich aggressiver. Für Immenbeck scheitert Kock im letzten Moment am Gegenspieler (20.). Kurz darauf ist Klowat für Altenwalde mit einem Freistoß dran. Den Freistoß mit links kratzt Bente sensationell zur Ecke (21.). Es folgt der Ausgleich: Marke Dampfhammer. Variante des TSVA: Klowat spielt den folgenden Eckball außerhalb des Strafraums. Krause setzt aus 20 Metern zur Direktabnahme an und zimmert den Ball direkt neben den rechten Pfosten (22.). Geiles Ding! Das Momentum ist nun bei den Jungs aus Altenwalde, die auch prompt erneut zuschlagen. Wieder ist es Klowat, der über links kommt und gleich drei Immenbecker passiert. Gegen den verdeckten Schuss ins linke Toreck ist Bente machtlos (24.). So schnell kann es gehen. Die Gäste bleiben in der Folge optisch überlegen, schaffen es aber mit keiner dicken Chancen mehr auf redaktionellen Notizzettel. Immenbeck wird kurz vor der Pause dann auch nochmal gefährlich. Stukenbrock serviert von rechts in den Sechzehner und Helmke stiehlt sich von links in die Spitze. Sein gefühlvoller Kopfball segelt über den chancenlosen Hildebrand ins lange Eck (35.). Eine ereignisreiche 1. Halbzeit mit zwei nicht ganz sattelfesten Defensivreihen und feinen Offensivaktionen. Das Ergebnis geht in Ordnung.

Die Eintracht unterliegt verdient gegen offensivstarke Altenwalder. Foto: Meier

In der Pause stellt die Eintracht um. Marius Meyer muss angeschlagen vom Feld und wird durch Ray Böttcher ersetzt. Schmidt rückt dafür ins Zentrum zurück. Eben jener Böttcher hat auch direkt nach Wiederanpfiff die Führung auf dem Fuß. René Helmke steckt perfekt durch und Böttcher schiebt aus halbrechter Position hoch aufs Tor. Hildebrand streckt sich und streichelt den Ball wie ein Neugeborenes über den Querbalken. Wichtige Aktion des Keepers (48.). An wirklich gelungenen Offensivaktionen war es das dann erstmal für die Eintracht. Die Gäste aus Altenwalde stehen hinten nun konsequent gestaffelt und lassen nichts zu. Dass sie offensiv über eine Topqualität verfügen wird dann mit zunehmender Spieldauer immer deutlicher. Nachdem das Niveau immer weiter verflacht ertönen am Spielfeldrand schon Kalauer wie: „Wer hier das nächste Tor schießt gewinnt!“. Dass solche Aussagen für Amateurfußball durchaus zutreffend sind unterstreicht Altendwaldes Grabowski mit dem Neon-Marker in Minute 68. Krause spielt einen Sensationsball in die Schnittstelle zwischen Schöngraf und Schmidt. Grabowski entwischt und hebt den Ball zur Führung über Bentes ausgestrecktes Bein (68.). Schock für die Eintracht. Poppe und Weseloh sollen wie in der Vorwoche das Ruder nochmal rumreißen (60., 74.). Einige Einschussmöglichkeiten ergeben sich anschließend noch für fightende Immenbecker. Eine Hereingabe von Kock wird geklärt (78.). Kurz darauf rutschen Böttcher und Weseloh an einer scharfen Poppe-Hereingabe vorbei (80.). Blendermann flankt kurz vor dem Ende auf Helmke, der im Rücken Böttcher nicht sieht und selber über den Kasten köpft (84.). Den Gnadenstoß versetzt dann wieder Grabowski mit seinem 2. Treffer. Der überragende Klowat kontert über rechts und wartet auf seinen Mitstreiter, der im Zentrum nur noch einschieben brauch (86.). So bitter diese Pille vor der Winterpause schmeckt: Altenwalde siegt mit 2:4 Toren in Immenbeck.

Fazit: In Durchgang zwei konnte die Eintracht nach gutem ersten Durchgang nicht mehr entscheidend nachlegen. Die Gäste hatten ebenfalls viele hochkerätige Chancen und spielten ihre Möglichkeiten unterm Strich effektiver aus, was den insgesamt nicht unverdienten Sieg entsprechend wiedergibt. Glückwunsch nach Altenwalde und auf eine angenehme Winterpause. Immenbeck überwintert so aus Rang 13. Das Feld bleibt eng und mit Erfolgserlebnissen zu Beginn der Rückrunde ist noch alles möglich. Herzlichen Dank an unsere treuen Zuschauer, die trotz des Sauwetters auf der Brune Naht unterwegs waren! Unsere 2. Herren, die sensationell das Kreispokal-Viertelfinale erreichte hatte im Anschluss beim 0:4 gegen den Kreisligisten vom VfL Horneburg leider keine Chance. Ihr dürft trotzdem zufrieden sein Männer!

Zum Abschluss des Jahres 2016 können die 1. Herren gar nicht genug Zeilen schreiben. Es ist vieles passiert und noch mehr davon war einfach sensationell. Danke an alle Helfer und Helferinnen im Verein und dem Team, die unser Hobby zur Leidenschaft machen. An dieser Stelle einfach eine kurze Auflistung der Wahnsinnsereignisse 2016: Kreismeister 2016, Pokalfinale, 100 Saisontore, min. 4 Treffer in jedem Heimspiel, Abschiede, Abriss auf der Brune Naht, historischer Aufstieg, 1. Bezirksligaerfolg, neue Mitspieler, neues Team, Grünkohl, die beklopptesten Zuschauer Norddeutschlands – einfach Eintracht! In diesem Sinne eine erholsame Winterpause für alle Immenbecker! Wir brauchen euch auch im neuen Jahr wieder in voller Stärke. Die Vorbereitung beginnt Mitte Januar. Aktiv wird die Truppe beim Budenzauber in Jork (07.01), Apensen (14.01.) und Lühe (21.1.). Die Saison geht dann Anfang März weiter. Gehabt’s euch wohl. Für die Eintracht!

Für die Eintracht im Einsatz: F. Bente, E. Müsing, J. Blendermann, M. Schmidt, K. Schöngraf, T. Leffler (ab der 74. Minute T. Weseloh), M. Meyer (ab der 46. Minute R. Böttcher), M. Stukenbrock (ab der 60. Minute M. Poppe), R. Helmke, J. Schmidt, J. Kock

Torschützen (Vorlage): 1:0 J. Schmidt (16., Stukenbrock), 1:1 Krause (22., Klowat), 1:2 Klowat (24., Schelenz), 2:2 Helmke (35., Stukenbrock), 2:3 Grabowski (68., Krause), 2:4 Grabowski (86., Klowat)