Deutlich und verdient – Immenbeck unterliegt bei Wanna-Lüdingworth

31WANNA. Lange Reise mit gebeutelter Personaldecke und eine herbe Klatsche vor den Toren Cuxhavens. Auf dem Weg zum Auswärtsspiel beim FC Wanna-Lüdingworth ist der Bus leider nicht so prall gefüllt wie erhofft. Sogar der vor der Saison unter Tränen verabschiedete Florian Dawideit schleppt sich in den Kader – Danke für deine Hilfe Flo!

 

Die Partie beginnt wegen eines Unwetters mit zehn Minuten Verspätung. Coach Lünsmann bietet diesmal das wohl gemeinste Ensemble auf, was die Eintracht im Kader zu bieten hat. Mit Mirco Poppe, Marius Meyer, Comebacker „Mad“ Marbes und Eric „Mad“ Müsing stehen die vier berüchtigsten Schienbein-Hunter in der Startelf. Der motivierte Beginn geht dann leider gehörig in die Hose. Nach nur sieben Minuten profitiert W/L-Angreifer Karsten Weihe von einer missglückten Abwehr. Vom Strafraumeck lässt er Keeper Bente keine Chance – 1:0. Kurz darauf hat Wanna die Chance zu erhöhen, scheitert aber zwei Mal am aufmerksamen Bente (13.). Stukenbrock setzt nur eine Minute später den ersten Offensivakzent für die Eintracht. Das Aufbäumen wird im Keim erstickt als W/L-Linksaußen Cordts (O-Ton T. Weseloh: „brutal schnell“) Immenbecks linke Seite vernascht. Kapitän Bochmann bekommt in zentraler Position den Abpraller und beweist seine Hundeschnauze (15.). Die Eintracht finden lange kein Mittel gegen die variablen Spitzen. Bis zur Pause versucht die Eintracht offensive Lebenszeichen zu senden. Letztlich scheitert es aber zu häufig am finalen Pass oder auch am nötigen Glück. Nijerwam Ahmed sorgt mit einem strammen Schuss über die Latte für die beste Immenbecker Möglichkeit (38.). Kurz vor der Pause verlängert Kevin Schulz einen Ball unglücklich Richtung eigenes Tor. Nutznießer ist erneut Bochmann, der vor Bente eiskalt bleibt und auf 3:0 stellt (41.).

 

Leider muss Marcel Marbes zur Pause das Feld räumen, die alte Verletzung, die den Defensivmann fast sechs Monate einschränkte, scheint wieder aufgebrochen zu sein. Für ihn kommt Pascal Wagner in die Partie, der erstmals über 45 Minuten für die Eintracht geht und einen frischen Eindruck hinterlässt. In Durchgang zwei gibt es tatsächlich dann nicht mehr allzu viel zu berichten. Wanna verwaltet gekonnt, die Eintracht fightet, kommt aber zu selten zum Zug. Die Abwehr steht nun merklich besser und W/L kann ebenfalls keine dicken Dinger mehr verzeichnen. Die einzigen Möglichkeiten kann Bente aufmerksam parieren (58., 84.). Nach munterem Wechselspiel bei der Eintracht. Für die Eintracht drückt Wagner nochmal ab und zwingt Keeper Grastorff zum Nachfassen (85.). Weseloh (75.) und Böttcher (80.) verzeichnen ebenfalls kleine Möglichkeiten. Kurz vor dem Ende fährt W/L einen erfolgreichen Konter, den der eingewechselte Marc-Thomas Torres clever zum 4:0-Endstand abschließt (89.).

Keeper Bente muss trotz starker Leistung vier Gegentore schlucken. Foto: J. Gundlack

 

 

Fazit: Verdiente Schlappe für die Eintracht. Offensiv fehlte es ohne Kock und Schmidt an der nötigen Durchschlagskraft. Gegen einen abgewichsten Gegner, der individuelle Fehler eiskalt nutzte gab es an diesem Sonntag nichts zu bestellen. Der Ehrentreffer wäre einer wacker kämpfenden Eintracht zu gönnen gewesen. Dem FC Wanna-Lüdingworth wünschen wir nach dem guten Saisonstart viel Erfolg für die weiteren Aufgaben. Unsere Eintracht erwartet als nächsten Gegner Rot-Weiß Cuxhaven auf der heimischen Brune Naht. Anpfiff ist am Sontag, dem 04.09.2016, um 15:00 Uhr. Nicht den Kopf hängen lassen, Männer. Nächsten Sonntag holen wir uns den ersten Heimdreier.

Für die Eintracht!

Für die Eintracht im Einsatz: F. Bente, E. Müsing, K. Schulz, M. Schmidt, M. Marbes (ab der 46. Minute P. Wagner), M. Poppe (ab der 64. Minute R. Böttcher), M. Meyer, M. Stukenbrock, N. Ahmed, C. Aykaya, T. Weseloh (ab der 76. Minute T. Schneider)

Torschützen (Vorlage): 1:0 Weihe (7., Mansoor), 2:0 Bochmann (15., Peres Oliveira), 3:0 Bochmann (41., Ruks), 4:0 Torres (89., Cordts)