Es ist vollbracht! – Immenbeck sichert sich die Meisterschale!

IMMENBECK. Durch die Niederlage der Güldensterner in Apensen war die Meisterschaft bereits am Samstagabend in trockenen Tüchern. Allerdings war uns ist es der Wunsch von Mannschaft und Trainerteam, die guten Leistungen der Saison fortzusetzen und sich die Ehrung zuhause „zu verdienen“. Gegen den MTV Himmelpforten und Coach Hitzwebel ist der Kader mit 17 Mannen üppig bestückt. Jöran Blendermann und Jonas Kock werden aus Sicherheitsgründen noch vom Einsatz verschont, da war ja noch was mit Pokalfinale am Donnerstag. Marcel Marbes, Timo Schneider, René Helmke und Lennart Müller fehlen weiterhin verletzungsbedingt. Kevin Schulz sitzt die Gelbsperre aus dem Spiel gegen Hedendorf ab. Beim MTV fehlen einige Leistungsträger wie Tim Hinrichs und Mike Schomaker verletzungsbedingt. Auch die Fans wollten sich bei sommerlichen Temperaturen die Feierlichkeiten nicht entgehen lassen und pilgerten mit Sonnebrillen und Fähnchen bewaffnet in Scharen an die Brune Naht.

Das Spiel beginnt gemächlich, einige der Akteure wirken ob der Sonnenstrahlen recht träge und gemütlich. Einige Eintrachtler bewegen sich in den Anfangsminuten noch zu wenig, entsprechend will noch kein rechter Spielfluss zustande kommen. Die Gäste aus Himmelpforten halten souverän dagegen und lassen in der Anfangsviertelstunde keine Chancen zu. Dann kommt die Eintracht-Offensive langsam in Schussweite. Fischer und Meyer zielen allerdings ins Dickicht (16., 20.). Hier und da blitzen nun überlegte Ballstaffetten auf, die richtige Großchance will aber noch nicht herausspringen. Es ist Florian Dawideit, der nach knapp 20 Minuten die Führung auf der Platte hat. Nach Spitzenflanke aus dem rechten Halbfeld taucht er frei vor Schroers auf und zielt neben das lange Eck (21.). Nur wenig später kann er nach einer Ecke fast unbedrängt und aus dem Stand auf den Kasten köpfen, setzt die Murmel aber über die Latte (25.). Der MTV versucht über den flinken Routinier Ritter vorne Nadelstiche zu setzen, steht sich in aussichtsreicher Position durch individuelle Ballverluste und Fehlpässe aber zu oft selbst im Weg. Nach 30 Minuten muss Immenbecks Weseloh nach einem Tritt auf den Fuß kurz behandelt werden. Immenbecks Betreuer-Maestro Matze Cohrs kündigt vollmundig an, den Fuß gerichtet zu haben, es kann also losgehen. Kurz darauf erobert der heute stark spielende Thomas Fischer durch vehementes Nachsetzen den Ball und blockt einen Befreiungsschlag im gegnerischen Strafraum „geplant“ zu Weseloh. Der fackelt nicht lange und scharmützelt den Ball per Bogenlampe in den langen Winkel. Schroers im Kasten, dessen knallgrüner Torwartdress Grashüpfer Flip aus Biene Maja vor Neid erblassen lässt, streckt sich vergeblich (34.). Nur 90 Sekunden später schleudert Stukenbrock einen Einwurf vor die Hütte. Dawideit verlängert auf Leffler und der Außenverteidiger setzt zum Schienbeinroller an. Die Unwucht und fehlende Präzision des Schusses überrascht Fans, Mitspieler und Keeper Schroers, der bereits einen Schritt ins lange Eck gemacht hatte. Er ist chancenlos, als der Ball sich schließlich über die Torlinie quält und vor Scham wimmert (37.). Die Gäste stecken im folgenden Schlussabschnitt der ersten Halbzeit nicht auf. Helling zaubert einen Pass auf Ritter, der dem sowas von abgekochten Marvin Schmidt das einzige Mal enteilt. Beim Schuss ist der Immenbecker Verteidiger wieder dran und Ritter zielt mit seinem Heber zu hoch. Schlussmann Bente, der bis dato nur durch regelmäßiges Sonnenschutz-Eincremen seines Undercut-Ansatzes auffällt, braucht nicht eingreifen (39.). Die zumeist langen Bälle der Himmelpfortener Hintermannschaft liest der junge Keeper seelenruhig aus allen Positionen auf. Mit dem Pausenpfiff ist dann nochmal Routinier Dawideit nochmal an der Reihe. Mit dem Rücken zum Tor wendet der Sturmtank seinen Body und legt den Ball per Direktabnahme an die Latte. Ein Raunen geht durch die Menge: zum einen, weil die Eintracht hier fast sehenswert erhöht, zum anderen weil der Aufprall Dawideits die Tribüne in leichte Erdbebensängste versetzt. Schiedsrichter Ulrich Mayntz beendet daraufhin Durchgang eins.

Geschlossen durch die ganze Saison – Die Eintracht bejubelt Lefflers Treffer! Foto: M. Lütje/Tageblatt

 

Nach dem Wiederanpfiff ist Michael Hübner vor Vornamensvetter Stukenbrock vor der Abwehr aktiv. Später greifen noch Eric Müsing und Christian Galow ins Geschehen ein. Es gilt, sich für das Pokalspiel am Donnerstag zu empfehlen. Dawideit und Weseloh verlassen das Feld. Die Kapitänsbinde prangt für den Rest der Partie am prallen Bizeps von Jonatham Schmidt. Immenbeck kommt mit dem kurzzeitigen Turbo aus der Kabine. Nach missglücktem Klärungsversuch einer Ecke fällt der Ball Poppe vor die Füße. Mit seinem Linken hat der Flügelmann wenig Mühe aus elf Metern wuchtig unten rechts einzuschieben (51.). Vier Minuten später vollstrecks Leffler nach individuellem Fehler im Spielaufbau zum 4:0. Poppe leistet die Vorarbeit (55.). Leffler krönt eine bis dahin sehr gute Saison mit dem ersten Doppelpack in diesem Jahr. In der Folge nimmt der Reiz der Partie drastisch ab. Die Aktionen schmecken fad, wie ein ungewürzter Tofuwürfel. Die Akteure auf beiden Seiten lassen die Zeit herunterlaufen und auf der Tribüne wandern die Gespräche spätestens jetzt zu privaten Exzessen und Erlebnissen der vergangenen Tage über. Einzig Himmelpfortens lautstarker Spielführer Helling ist noch heiß. Über rechts lässt er mit Leffler, Schmidt und Meyer gleich drei Immenbecker wie baffe Schuljungen stehen. Aus spitzem Winkel zielt er an Bente vorbei und trifft unter Zuhilfenahme des Pfostens zum Ehrentreffer (75.). Kurz zuvor kam der Himmelpfortener Nagel bereits aussichtsreich zum Abschluss und schießt am linken Pfosten vorbei (70.). Den Schlusspunkt auf einen ungefährdeten, aber auch nicht überragenden Sieg setzt Christian Galow. Marvin Schmidt fackelt nach vorne und der Stürmer lauert auf die Chance. Michael Hübner stiftet derweil Unruhe in der Abwehrreihe und erzwingt den Patzer von Abwermann Stüven, der sich böse verschätzt Plötzlich ist Galow durch! Vor der Hütte bewahrt er die Ruhe und platziert den Ball neben dem linken Pfosten – 5:1 (82.). Fehlerfrei an der Anzeigentafel: Jonas Kock mit dem Händchen für Schilder. Abpfiff.

Fazit: KREISMEISTER! Wahrlich kein ruhmreicher, aber ein verdienter Erfolg für die Immenbecker Mannen. Die Meisterschaft wurde wir gewünscht bestätigt und nun kann folgt das Spiel des Jahres in Bliedersdorf: Der Deinster SV wartet im Finale des Kreispokals. Nach dem Spiel ließ die Mannschaft den Abend gemeinsam mit einigen Fans und Freunden entspannt ausklingen. Wir freuen uns nun auf die restlichen Spiele in der Kreisliga und wollen natürlich das Maximum erreichen. Ab Sommer steht dann eine neue Herausforderung an. Herzlicher Dank geht noch an Michael Rump für die bombastischen Meister-Shirts sowie unsere treuen Fans – einfach geil! Der MTV steht weiterhin im gesicherten Tabellenmittelfeld. In der kommenden Woche tritt das Team von Jens Hitzwebel zuhause gegen Hagen an. Immenbeck spielt in der Liga ebenfalls gegen Deinste. Beide Spiele starten am Sonntag um 15:00 Uhr.

Wer für das Pokalfinale noch nach einer Mitfahrgelegenheit sucht, kann sich auf der Vereinshomepage des TSV Eintracht Immenbeck über den organisierten Bus-Shuttle informieren.
Anpfiff für das Pokalfinale ist 13:00 Uhr auf der Bliedersdorfer Sportanlage Dohrenblick.

Für die Eintracht!

Für die Eintracht im Einsatz: F. Bente, T. Fischer, M. Schmidt, K. Schöngraf, T. Leffler, M. Poppe, M. Stukenbrock (ab der 46. Minute M. Hübner), M. Meyer, T. Weseloh (ab der 67. Minute E. Müsing), J. Schmidt, F. Dawideit (ab der 59. Minute C. Galow)

Torschützen (Vorlage): 1:0 Weseloh (31., Fischer), 2:0 Leffler (34., Dawideit), 3:0 Poppe (51., Weseloh), 4:0 Leffler (55., Poppe), 4:1 Helling (75.), 5:1 Galow (82. Hübner)